geschichtlicher Abriss - ab 1945

1945 - der II. Weltkrieg ist beendet.
52 Männer der Pfarrgemeinde sind gefallen.
Flüchtlinge und Vertriebene aus den ehemalige deutschen Ostgebieten und anderen Ländern kommen auch nach Weißenfels. Insgesamt ca. 20.000. Dabei eine große Anzahl Katholiken.
Dies erforderte, in den im Umkreis liegenden Ortschaften, Außenstationen einzurichten. Vikare werden den Ortspfarrern zur Seite gestellt um die seelsorgerischen Aufgaben zu schaffen.

1946 erhält die Kirche Fenster mit Motiven ihrer Namenspatronin der HL. Elisabeth von Thüringen.
1947 wird in einem Teil der ehemaligen Schule ein Kindergarten eingerichtet. Die übrigen Räume werden als Wohnungen und ein Raum als Versammlungsraum für die Gemeinde genutzt.

1952 wird erstmals nach dem Krieg die Fronleichnamsprozession durch einige Straßenzüge der Stadt geführt. Dies ist bis heute (2009) immer so geblieben, auch zu Zeiten der DDR.

1953 wird das Dekanat Naumburg - Zeitz gegündet. Weißenfels gehört dazu.

1953 werden der Versammlungsraum der Gemeinde durch einen Anbau vergrößert und Wohnungen für die Schönstattschwester eingerichtet.
Im Juli 1955 wird der in Eigeninitiative neu gebaute Kindergarten der Gemeinde eingeweiht.

1957/1958 werden aus den größten Außenstationen Leißling und Großkorbetha eigenständige Kuratien (mit Kuratus Franz Reuß bzw. Kuratus Leo Nowak).
1973 werden sie aufgelöst und der Pfarrgemeinde zugeordnet.

1958 gründet sich aus den bis dahin bestehenden Katholischen Männerverein die Kolpingfamilie. Ihr gehören bald mehr als 100 Mitglieder an.

In der Gemeinde gibt es ein weit gefächertes Gemeindeleben mit einer großen Anzahl von Mitgestaltern. Begonnen in den Kinder - und Ministrantengruppen über die Jugend, Frauen, Männer, Senioren bis zu den Mitgliedern der Laienspieler, der Chormitglieder und der Schola. Viele ehrenamtlich Tätige sorgen sich um Faschingsfeiern, Ausflüge, Kinder - und Gemeindefeste, Feriengestaltung, Wallfahrten, Einkehrtage, Treffen im Dekanatsrahmen u. a.

1964 findet das Treffen der Kolpingfamilien der Diözese Magdeburg in Weißenfels statt.
1968 wird erstmals ein Laienrat gewählt - der Pfarrgemeinderat.

Auf Grund von Repressalien der Staatsorgane und auch im eigenen Interesse, beibehalten der Prozession durch einige Straßen der Stadt, wird das Fronleichnamfest, verbunden mit einem Gemeindefest, erstmals im Mai 1972 an einem Sonntag gefeiert. Bisher war die Prozession immer am Donnerstag.

1974 geht unser Pfarrer Paul Holzem in den Ruhestand, nach 32 Jahren aufopferungsvoller Arbeit in Weißenfels. Sein Amtsnachfolger ist Pfarrer Franz Kapaun.

1981 bis 1985 Renovierungen und Neuanlagen in der Kirche und im Gemeindehaus. 1984 wird mit Paul Lauermann der erste Laiendiakon aus unserer Gemeinde geweiht. 1985 feiert die Stadt Weißenfels ihr 800 - jähriges Bestehen.

1987 Pfarrer Franz Kapaun wird nach Tröglitz versetzt. Sein Nachfolger ist Pfarrer Helmut - Martin Ladewig.
1987 findet in Dresden das erste Katholikentreffen der DDR statt. Aus unserer Gemeinde waren viele an der Vorbereitung und vor Ort aktiv dabei. Das Leitwort war „Gottes Macht - Unsere Hoffnung".

1988 feiert unsere Gemeinde mit einer Festwoche ihr 125 - jähriges Bestehen.